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Nächtliches Krähen eines Hahnes

Beschreibung

Seit Jahren wird die Nachtruhe durch von einem Grundstück in der Hamburger Straße (Nr. 13) ausgehenden Lärm gestört. Während der Lärm sich zunächst in wiederholtem nächtlichem Bellen verschiedener Hunde und Lärm durch die Bewohner z.B. durch nächtliches Feiern äußerte, äußert er sich seit Dezember 2018 vor allem dadurch, dass jede Nacht ab etwa vier Uhr mit hoher Lautstärke und Frequenz ein Hahn kräht. Der Hahn kräht mit Unterbrechungen bis in den Abend hinein und ist nicht – wie von der Verwaltungsrechtsprechung für den Innenbereich gefordert- schallisoliert untergebracht. Etliche Bewohner in der Umgebung fühlen sich erheblich gestört. Ein Vorsprechen beim Ordnungsamt der Stadt Winsen und beim Bauordnungsamt in seiner Funktion als Bauaufsichtsbehörde im Januar dieses Jahres hatte nur insoweit Erfolg, dass in der Folge das zwischenzeitlich bereits gegen ein Uhr nachts einsetzende Krähen zahlreicher weiterer Hähne, die von den Bewohnern des Grundstücks nun geschlachtet wurden, unterblieb.

Vorgeschlagene Maßnahmen

Auch wenn es bequemer sein mag, den Bürger auf den Privatrechtsweg zu verweisen, sollte die Stadt Winsen – wie auch etliche andere Kommunen dieses bei nächtlichem Krähen eines Hahnes tun – mit den Mitteln des Sicherheits- und Ordnungsrechts die Einhaltung der Nachtruhe durchsetzen, deren Verletzung schließlich in § 9 S.1 Nr. 5 i.V.m. § 6 Abs. 1 der Verordnung der Stadt Winsen zur Abwehr von Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung auch als Ordnungswidrigkeit ausgewiesen ist. Mit konsequenter Durchsetzung des Rechts könnte hier der auch vom ehemaligen Bundesverfassungsgerichtspräsidenten Papier festgestellten Erosion der Rechtsstaatlichkeit entgegengewirkt werden.